Fotografie und CSS

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Chris Coyier am

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Es scheint, als ob viele Webdesigner auch Fotografen sind, oder? Und mit „Fotografen“ meine ich, dass sie eine DSLR besitzen und beim Fotografieren stark auf Ästhetik achten. Warum die Überschneidung der Interessen? Nun, Webdesign beinhaltet oft Fotografien. Vielleicht wollen wir die Ausrüstung besitzen, die wir brauchen, um anständige Bilder für Websites zu machen, und es wächst von dort aus. Vielleicht liegt es daran, dass Fotografie viel mit Design zu tun hat. Man hat eine Art Leinwand und muss die Gestaltungsprinzipien berücksichtigen: Farbe, Gleichgewicht, Linie, Form, Kontrast… die Gestalt.

Ich glaube jedoch, dass die Verbindung etwas tiefer geht, da sie auf ähnliche Weise unseren inneren Nerd anspricht.

CSS ist keine besonders schwierige Sprache zu verstehen. Man wählt Dinge aus und ändert die Werte verschiedener Eigenschaften. Es gibt keine Logik, keine Mathematik, keine objektorientierten Konzepte, keine Sicherheitsbedenken… Es liest sich weitgehend wie einfaches Englisch. Doch das Verstehen und wirklich gut darin zu sein, sind zwei sehr unterschiedliche Dinge. Der alte Spruch passt gut:

Es dauert einen Tag zum Lernen und ein Leben lang zum Meistern.

CSS mag anfangs etwas rätselhaft erscheinen, bis man sich damit beschäftigt und dann vielleicht denkt: „Das ist alles?“ Ich fand Fotografie ähnlich. Zunächst kann eine DSLR wie ein Labyrinth von Einstellungen und Details erscheinen, über die man Bescheid wissen muss. Es scheint, als ob das Erlernen, wie man alles entsprechend den Umständen und dem gewünschten Ergebnis ändert, unglaublich kompliziert sein wird. Dann, je tiefer man gräbt, erkennt man, dass es im Grunde auf ISO, Verschlusszeit und Blende hinausläuft. Dann passiert es wieder: „Das ist alles?“

Es geht in beide Richtungen tiefer. Ja, CSS kann mit Dingen wie CSS3-Übergängen, Browser-Quirks und dem Versuch, Formularelemente ansprechend zu gestalten, komplizierter werden. Ja, Fotografie kann komplizierter werden mit Dingen wie verschiedenen Objektiven, dem Umgang mit dem Weißabgleich und der Verarbeitung von RAW-Dateien. Aber diese Dinge sind im Vergleich zu den Kernkonzepten eher nebensächlich. Beherrschen Sie diese Grundlagen, und der Rest ergibt sich mit der Zeit.